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Scala & Kolacny Brothers: Presse

 

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26.08.2005 Westfalenpost

"sympathischer Musikexport"

 

  Der belgische Mädchenchor „Scala“ feiert mit neuen Arrangements von Pophits Erfolge
   

 

© Fotoclub VHS Werdohl

 

Der belgische Mädchen "Scala" -hier bei einem Auftritt in der Balver-Höhle erobert das Publikum mit Arrangements von Pophits. Im Oktober erscheint eine CD mit deutschen Titeln

 

Balve. Sie sind lässig, sie sind sympathisch, bodenständig, und sie haben Erfolg. 2004 gelang dem belgischen Mädchenchor „Scala & Kolacny Brothers“ mit ihren Coverversionen von „Engel“ und „Schrei nach Liebe“ die erste Platzierung in den deutschen Charts. „Schrei nach Liebe“ kletterte Ende 2004 sogar bis auf Platz 52, und kaum eine Radistation spielte nicht das flotte Chorarrangement des deutschen Klassikers. Im Oktober erscheint die neue, deutschsprachige CD mit dem Titel „Grenzenlos“. Bei der Deutschland-Premiere gestatteten die Leiter und Gründer Steven und Stijn Kolacny unserer Zeitung einen Blick hinter die Kulissen des belgischen Musikexportes.

Vor neun Jahren gründeten Steven und stijn „Scala“, traten als rein klassischer Chor auf, gewannen eine ganze Reihe von Wettbewerben. Vor drei Jahren stellten Steven und Stijn das Programm um, traten erstmals mit scala-typischen Coverversionen bekannter Pophits auf.

„Mein Herz hat trotz klassischer  Pianisten-Ausbildung und Musikstudium

 

 
  immer schon für Rock und Pop geschlagen“, erzählt der 36jährige Steven. „Wir durften als Kinder nur Klassik hören, sind schon früh als Pianisten-Duo aufgetreten. Irgendwann brauchte ich eine andere Musikrichtung, in der ich arbeiten kann. Ich höre seit dem privat keine Klassik mehr“, ist Steven sieben Jahre jüngere Bruder Stijn froh, mit Scala neue Wege gegangen zu sein.

Was auf der Bühne so locker und unkompliziert rüberkommt, basiert auf guter Ausbildung, Disziplin und Teamgeist. „Alle Mädchen, die bei uns singen möchten, müssen Chorerfahrung haben, müssen diszipliniert sein und Gemeinschaftssinn mitbringen. Unsere Probenarbeit ist dabei sehr klassisch orientiert“, berichtet Dirigent Stijn. „Wir haben alle sehr viel Spaß dabei, und man mag es kaum glauben, aber es gibt wirklich kaum Ärger mit oder zwischen den Mädchen. Sie sind sehr konzentriert auf der Bühne, können aber auch bis in die Morgenstunden feiern. Das sind richtige Partytiere. Und sie halten zusammen wie Pech und Schwefel. Wehe, einer sagt etwas gegen Scala“, kennt Steven seine Schützlinge nur zu gut.

Lieder in deutscher Sprache einzustudieren, ist eine besondere Herausforderung für Scala. „Wir bekommen Hilfe bei der Aussprache, aber es ist schon schwer für uns. Die Mädchen bekommen das Original auf CD und eine Übersetzung, um zu üben“, berichtet Stijn, der seit zwei Wochen jeden Tag eine halbe Stunde Deutsch lernt, und versucht „Flaschenöffner“ zu sagen. Die neue CD umfasst nur deutsche Lieder, und da war die Wahl schwer. „Wir aus einer riesigen Menge wirklich toller deutscher Musik ausgewählt. Und es gibt auch Lieder, die wir nicht umsetzen konnten, wie zum Beispiel der `Tag am Meer´ von den Fantastischen Vier.

Die ganz andere Interpretation von Popsongs erscheint den Scala-Fans als eine neue Facette der Lieder. Melodie und Text kommen noch mal neu ins Rampenlicht, und das begeistert sogar die Interpreten der Original-Stücke.

Text: Diana M. Levermann • Westfalenpost vom 26. August 2005

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