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Scala & Kolacny Brothers: Presse

 

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22.08.2005 Süderländer Volksfreund

"Belgischer Mädchenchor lässt die Höhle beben"

 

  Scala“ und die „Kolacny-Brothers“ erfreuen Publikum wie Veranstalter gleichermaßen: Euphorischer Applaus im ausverkauften Kulturtempel
   

Selten waren sich die Besucher in der Höhle so einig, wie am Samstagabend nach rund zwei Stunden Musik: Sie hatten ein besonderes Konzert erlebt. Von „Gänsehautgefühl“ war zu hören, die Begeisterung zu spüren: der belgische Mädchenchor „Scala“ und die „Kolacny-Brothers“ hatten es geschafft: Die Höhle bebte.

Das Konzept ist sicher nicht ganz neu, doch in dieser Perfektion selten gehört. Was die ungefähr 40 Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren da präsentiert hatten, das war bemerkenswert.  Zumeist nur mit Klavier, ab und an auch mit ein paar Streichern begleitet, ließen sie bekannte Pop- und Rocksongs ganz neu erklingen.

 

© Fotoclub VHS Werdohl 

 

Der belgische Märchenchor "Scala" und die "Kolacny-Brothers" erfreuten Publikum wie Veranstalter gleichermaßen. Die Höhle war ausverkauft, die Besucher applaudierten begeistert.

   

 

 

Hier waren keine harten Schlagzeugbeats notwendig, keine verzerrten E-Gitarrenriffs oder pulsierenden Syntheziserklänge – auch ohne diese Beigabe gelang es den Sängerinnen, die bekannten Songs von Grönemeyer („Mensch“) oder Rio Reiser („Junimond“), von Rammstein („Mutter“) oder den Eurythmics („Sweet dreams“), von Wir sind Helden („Denkmal“) oder U2 („With or without you“) so zu intonieren, dass sich ein ganz neuer Zugang zu diesen Hits eröffnete.

Das Rezept ist dabei so einfach wie genial: Steven Kolacny, Pianist und Arrangeur von „Scala“ hat die passenden Songs mit Fingerspitzengefühl ausgewählt und in zwei- oder dreistimmige Gesangssätze gepresst und mit gekonnter Pianoarbeit unterlegt. Sein Bruder Stijn hat diese Sätze dann mit Chor perfekt umgesetzt. Zusammen ergibt das genau den Sound, der momentan wohl gehört werden will, denn das Publikum war begeistert, jubelte und applaudierte so sehr, dass Stijn nach – wie er zugab – zwei Wochen des Deutschlernens radebrechte: „Ihr seid als Publikum wie Hammer.“

Apropos deutsch: Wie gut die Vorarbeit war, das war auch daran zu merken, dass kaum ein Anzeichen des belgischen Dialektes den deutschen Texten anzumerken war.

So wurde diese Veranstaltung des Vereins „Festspiele Balver Höhle“ so erfolgreich, wie die Veranstalter wohl erhofft, aber nicht erwartet hatten. Es war ein mutiger Schritt, diesen Chor zu engagieren und sich damit eine völlig neue Publikumsgemeinde zu schaffen. Viele waren sicher erstmals, aber nicht zum letzten Mal hier.

 

Text: Kai Pottgießer • Süderländer Volksfreund vom 22. August 2005

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